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ein Interview mit Sylvie Sterling

– Diplomierte Katzenpsychologin und Verhaltensberaterin, Zertifizierter Coach und Trainer, ehemalige Marketing-/Media-Spezialistin –

Jahrgang 1967, lebt in München mit Ehemann und drei Katzen und sagt:
„Ein Leben ohne Samtpfoten kann ich mir nicht vorstellen. Meine Gabe, direkt in die Seele von Katzen zu blicken, setze ich dafür ein, Katzen und ihren Haltern zu einem glücklichen Miteinander zu verhelfen.“

Sylvie Sterling mit einer ihrer Katzen
Fotografin: Susanna Cekic
Sylvie Sterling mit Kätzin Lisa

Wie hat Sie Ihr Weg vom Media/Marketing-Manager zur Katzenpsychologie geführt?

Ich war viele Jahre lang in der Film- und Medienbranche zuhause und fühlte mich recht glücklich in meinem Job. Allerdings hatte ich zunehmend das Gefühl, dass mir etwas fehlte und es doch noch mehr im Leben geben müsste als Marketing-Kampagnen zu entwerfen.
Und so begab ich mich auf Sinnsuche und Selbstfindung: Wofür brenne ich? Was würde ich tun, wenn ich nie wieder arbeiten müsste?
Die Antwort war eindeutig: Ich würde mich meiner eigentlichen Passion, den Katzen widmen! Schon über 15 Jahre hinweg hatte ich nebenher mit Katzen gearbeitet – im privaten Umfeld Ratschläge gegeben und versucht, die psychischen und physischen Probleme meines von der Straße geretteten spanischen Katers in den Griff zu bekommen.
Mit Hilfe von Tierheilpraktikern und anderen Tierprofis hatte ich alle gängigen Methoden durchprobiert (Homöopathie, Bachblüten, Verhaltensberatung etc.), aber ohne durchschlagenden Erfolg. Mir wurde klar, dass viele klassische Ansätze veraltet sind und ich selber neue Wege erkunden wollte. Ich erkannte, wie meine eigenen Katzen meine Lehrmeister waren und mir mit ihren ‘Problemen‘ den Weg zu meiner wahren Berufung geebnet hatten! Also absolvierte ich Aus- und Fortbildungen in Katzenpsychologie, Katzenheilkunde und modernen Energieheilverfahren und entwickelte meine ganz eigene, ganzheitliche Methode. Als Katzenflüsterin betreue ich jetzt Kunden in Deutschland, USA und seit neuestem Mallorca. Mein Schwerpunkt liegt darauf, die enge Verbindung von Katze und Halter aufzuzeigen und wie Katzen unsere eigenen Lebensthemen spiegeln.
Der Schlüssel zum glücklichen Zusammenleben liegt daher immer beim Katzenhalter selbst!


War es für Sie ein großes Wagnis, sich mit diesem Thema selbständig zu machen?

Ja, auf jeden Fall! Ich ging von einem gutbezahlten Manager-Gehalt in die komplette Selbständigkeit. Das war natürlich ein großer Schritt. Aber das Leben leitete mich in diese Richtung, schien mir Türen in der Arbeitswelt zu versperren und andere Türen zu Fortbildungen und Kontakten zu öffnen. Da konnte ich gar nicht anders, als meiner Bestimmung zu folgen und mein Herzensprojekt entgegen aller Vernunft zu realisieren.


Ihre Gabe ist es, direkt in die Seele von Katzen zu blicken. Die Tierkommunikation nennen Sie als einen der Bausteine, um der Katze ‘Gehör‘ zu verschaffen und herauszufinden, was sie belastet. Wie darf man sich das vorstellen?

Katzen sind so viel komplexer und tiefgründiger, als die Menschen denken. Bei der klassischen Katzenpsychologie erkennen wir auch mit viel Erfahrung nur die an der Oberfläche liegenden Faktoren eines Katzenproblems – also die Spitze des Eisbergs. Was die Katze im tiefsten Inneren fühlt und was sie wirklich mitteilen will, bekommen wir nur über die Tierkommunikation vermittelt! Wenn ich mich auf diese Weise in die Katze reinversetze, dann zeigt sie mir ein genaues Bild ihrer Lebens- und Gefühlswelt, was ihre Nöte sind und welche Botschaften sie an ihre Menschen hat.
Ich erlebe es immer wieder, dass zwei scheinbar ähnliche Fälle (z.B. Einzelkatze in Wohnungshaltung mit aggressivem Verhalten), die man also klassisch mit den ‘gleichen‘ Methoden behandeln würde, komplett unterschiedliche emotionale Hintergründe aufweisen. Ich kann daher für jeden Katzenhalter genau das empfehlen, was seine jeweilige Katze braucht, um ihren seelischen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das bringt schnelle Ergebnisse mit glücklichen Katzen und Haltern. Für mich ist daher die Tierkommunikation ein unerlässlicher Baustein in meiner täglichen Praxis.

Wann haben Sie zum ersten Mal festgestellt, dass Sie mit dem speziellen Kontakt zu Katzen, dem Vermögen des in sie Hineinversetzens, eine besondere Gabe haben?

Mit meinen eigenen Katzen wusste ich das schon immer. Bei fremden Katzen hatte ich vor vielen Jahren - noch vor meiner offiziellen Laufbahn als Katzenpsychologin - ein Schlüsselerlebnis auf der Party einer Arbeitskollegin.
Während alle ihre Partygäste in Wohnzimmer und Küche laut feierten, fiel mir auf, dass ihr Kater im Schlafzimmer ganz still auf dem Bett lag. Ich setzte mich zu ihm und er legte seine Pfote auf meine Hand. Ich spürte, dass er sehr unglücklich war – nicht wegen der Party, sondern weil andere Dinge in seinem Leben nicht stimmten. Und so lag ich für den Rest des Abends neben dem Kater auf dem Bett und spürte mich hinein, was ihn bedrückte. Ich fühlte eine solch starke Verbindung mit ihm, dass es mich ganz tief berührte. Und die ganze Zeit über ließ der Kater meine Hand nicht los.
Hinterher erzählte ich meiner Arbeitskollegin von den Sorgen ihres Katers. Und als ich von der Party nach Hause fuhr, wurde mir bewusst, dass ich mit den Menschen dort nicht viel gesprochen hatte, aber dass der Kater mich ‘ausgesucht‘ hatte, um ‘gehört‘ und getröstet zu werden. Das war für mich ein unglaubliches Geschenk.


Was antworten Sie Skeptikern, die sagen: Menschen und Tiere können nicht miteinander kommunizieren?

„Haben Sie es denn schon mal versucht?“ ;- )

 

Sylvie Sterling mit einem ihrer beiden Kater
Fotografin: Susanna Cekic
Sylvie Sterling mit Kater Jamie

 

Was hat es z.B. für eine Bedeutung, wenn sich eine fremde Katze vor einem auf ihrem Rücken hin- und herrollt? Ist das ein großer Vertrauensbeweis?

Das ist schon ein Vertrauensbeweis, denn Katzen präsentieren ihren Bauch nur dann, wenn sie sich wohlfühlen. Allerdings ist jede Katze anders und eine eigenständige Persönlichkeit, daher gibt es keine allgemeingültige Antwort. Die Bedeutung eines solchen Verhaltens kommt ganz auf die Katze und die Situation an.


Leiden Katzen darunter, wenn wir ihre Botschaften/Signale nicht verstehen? Was sind z.B. die anfangs subtilen Nachrichten?

Ja, Katzen leiden darunter, wenn ihr Mensch sie nicht versteht. Jede Art von Verhaltensänderung kann ein Warnsignal sein. Subtile Botschaften, dass etwas nicht stimmt, sind z.B. häufigeres Miauen, übersteigerte Anhänglichkeit, depressives Verhalten (zu viel Schlafen, Rückzug) oder aggressives Verhalten (Kratzen, Beißen). Sogar wenn die Katze uns vermehrt beim Arbeiten stört und vor dem Computerbildschirm hin- und herläuft, gibt sie uns eine Botschaft! Menschen denken irrtümlicherweise, die Katze will damit mehr Aufmerksamkeit. Allerdings ist ihre wahre Botschaft meist eine andere: „Mensch, du arbeitest zu viel! Gönn dir eine Pause und entspanne dich, damit es dir besser geht!“


Bekanntermaßen sind Katzen gut darin, Schmerz zu verbergen oder, wie Sie auf Ihrer Website schreiben, sie „lassen sich nichts anmerken“ – ist denn ihre gesamte Körpersprache steuerbar oder läuft das meiste bei den Katzen doch unbewusst/automatisch? Sind Katzen einfacher zu durchschauen als Menschen?

Nicht unbedingt, denn Katzen sind uns Menschen aus dem Tierreich am nächsten – gleich nach den Affen. Unsere DNA ist zu 90% identisch mit der einer Katze! Meiner Erfahrung nach haben Katzen sehr ausgeprägte, individuelle, uns ähnliche Persönlichkeiten – noch viel stärker als Hunde. Daher sind sie genauso schwer zu durchschauen wie Menschen, während Hunde etwas einfacher ticken.
Was das Unterbewusste betrifft, so sind Katzen von Natur aus zugleich Raubtiere und Fluchttiere. Eine wildlebende Katze würde daher keine Schwäche zeigen (z.B. Humpeln), die sie ihren Feinden gegenüber angreifbar macht. Also nimmt sie sich solange zusammen, bis es nicht mehr geht. Wenn Sie eine Katze humpeln sehen, dann können Sie davon ausgehen, dass es ihr schon richtig wehtut.


Wie erkenne ich, ob es meiner Katze selbst nicht gut geht, sie womöglich krank ist oder ob sie durch ihr ‘seltsames‘ Benehmen ‘nur‘ mir meine eigenen Lebensthemen spiegelt?

Das ist auf den ersten Blick nicht einfach zu erkennen. Bei Auffälligkeiten sollte man erstmal tierärztlich abklären lassen, ob es körperliche Probleme gibt. Danach geht man die Psyche an. Die schnellste Möglichkeit herauszufinden, was nicht stimmt, ist wieder einmal die Tierkommunikation. Dabei erfahre ich, ob die Katze mit ihrer Lebenssituation (also katzengerechte Wohnung, Beziehung zu anderen Katzen oder Menschen) nicht zufrieden ist oder ob sie ein Thema ihres Menschen spiegelt. Das können alle Probleme sein, die wir Menschen generell haben, wie z.B. Ziellosigkeit, Überforderung, Existenzängste, Minderwertigkeitskomplexe, Jähzorn, aggressive Ausbrüche, keinen Lebenssinn haben, mit den Mitmenschen nicht auskommen, sich nichts zutrauen, sich nicht attraktiv genug fühlen und vieles mehr.
Wenn Sie also z.B. eine schüchterne Katze haben, die sich von ihren Mitkatzen immer unterbuttern lässt, dann kann es Ihnen helfen, mal tief bei sich selbst reinzuschauen: Wo stecke ich selber immer zurück? Kann es sein, dass ich mich im Job nicht traue, selbstbewusst aufzutreten? Oder dass ich mich im Gegensatz zu anderen klein fühle? Wenn Sie das mit „Ja“ beantworten, dann hat Ihnen Ihre Katze ein wichtiges Lebensthema aufgezeigt und Sie dürfen an Ihrem Selbstbewusstsein arbeiten … zusammen mit Ihrer Katze, die dann auch endlich selbstbewusster mit den Mitkatzen werden darf.
Daher ist es so wichtig für Katzenhalter herauszufinden, was unsere Katzen uns aufzeigen möchten – sie tun das uns zuliebe, damit wir Menschen uns selber erkennen.


Sie befassen sich nicht ausschließlich mit Katzen und deren Problemen, sondern unterstützen als Coach auch Menschen bei ihrer Sinnfindung und Selbstverwirklichung. Und, wie Sie sagen, gibt es da ja auch oft einen Zusammenhang …

Das geht nahtlos ineinander über, wie eben im Beispiel des Selbstbewusstseins geschildert. Wenn ich mit Katzen spreche, dann kommen die Lebensthemen des Halters meist mit hoch. Es ist für mich der wichtigste Teil meiner Arbeit, diesen Zusammenhang aufzuzeigen, damit der Mensch auch an seinen Themen arbeiten kann, die er oft selber gar nicht so bewusst sieht. Als Coach helfe ich dann gerne meinen Kunden dabei, alte Belastungen loszulassen und ihren Lebensweg klarer zu sehen oder neu zu finden. Und auf wunderbare Weise lösen sich dann auch die Katzenprobleme, wenn der Katzenhalter in seine Balance findet!


Desweiteren kümmern Sie sich um die erfolgreiche Zusammenführung von Katze und Hund. Die Sprache von Katze und Hund unterscheiden sich doch ziemlich. Wie firm sind Sie in der Kommunikation mit Hunden?

Ich bin zwar Katzenspezialistin, kommuniziere aber auch sehr erfolgreich mit Hunden oder Pferden. Hunde zeigen mir natürlich eine ganz andere Lebenswelt, doch die Nöte und Wünsche sind die gleichen: Sie möchten harmonisch mit ihren Menschen (und ggf. Katzen) zusammenleben und eine klar definierte Aufgabe in der Familie haben. Es hilft ihnen oft schon, ihre Bedürfnisse mitteilen zu können, um bei allen Beteiligten Stress, Ängste oder Eifersucht herauszunehmen. Von daher ist eine Zusammenführung Hund-Katze nicht sehr viel anders als Katze-Katze. Die Ängste sind ja die gleichen: „Werde ich jetzt abgeschoben, weil ein „Neuer“ da ist? Werde ich noch genauso geliebt wie vorher? Warum ist das neue Tier jetzt da und was soll es hier?“ Der Schlüssel ist, dass der Halter allen seinen Tieren sagt, wie lieb er sie hat und ihnen einen festen Platz in der Familie zuweist. Wenn jede Katze und jeder Hund seine Rolle kennt und den anderen respektiert, dann ist das eine gute Voraussetzung für den Familienfrieden.

 

Sylvie Sterling mit Kater Jamie
Fotografin: Susanna Cekic

 

Ein weiterer Baustein ist die Energiearbeit (“Energy Healing“), bei der die Katze nicht anwesend zu sein braucht. Wie und mit welchen Methoden arbeiten Sie hierbei?

Energy Healing ist in den USA eine weitverbreitete Therapieform und wird jetzt auch in Deutschland immer beliebter. Für mich ist es die ideale Kombination mit der Tierkommunikation – denn die Belastungen, die ich bei der Katze finde (Angst, Stress, Trauma etc.) kann ich durch das Energy Healing gleich ausleiten und die Katze dadurch emotional stabilisieren. Ich bin in verschiedenen Modalitäten ausgebildet, wie z.B. Reconnective Healing, Theta Healing oder Emotion Code. Im Laufe der Jahre habe ich aber auch hier meine ganz eigene Methode entwickelt, die speziell auf Katzen zugeschnitten ist. Und da Katzen sehr sensibel auf Schwingungen reagieren, sprechen sie auch gut auf Energy Healing an. Das Schöne daran ist, dass es nicht invasiv ist. Die Katze muss weder in eine Praxis gehen, noch sich anfassen lassen, noch etwas einnehmen. Daher ist es auch für ängstliche oder aggressive Katzen eine wunderbare Therapieform mit schnellen Ergebnissen.


Was verstehen Sie unter Wellness Coaching?

Damit es Katze und Halter gutgeht, mache ich eine umfassende 360°-Beratung rund um die Katze: Einerseits eben die Katzenpsyche, ihre speziellen Wünsche und ihre Beziehung zum Menschen und andererseits auch alles zu den Grundbedürfnissen und dem katzengerechten Lebensraum. Dieser ist besonders für Wohnungskatzen sehr wichtig, damit sie sich wohlfühlen können. Schon mit ein paar kleinen Änderungen kann man für seine Katze ein Wellness-Paradies zuhause schaffen.


Hatten Sie schon mal einen schweren Fall, bei dem Sie nicht helfen konnten? Was, wenn der Besitzer nicht richtig mitmacht?

Es kommt leider auch vor, dass ich mal nicht so helfen kann, wie ich gerne möchte. Manche Katzen brauchen länger, ihre Belastungen oder Traumata loszulassen – und nicht alle Katzenhalter sind bereit, mehr Geld oder Zeit zu investieren. Manche scheinen auch eine magische Pille zu erwarten, die die Probleme der Katze einfach wegzaubert. Fakt ist: Wenn der Katzenhalter nicht bereit ist, seinen Teil zu leisten – wie z.B. Änderungen in der Wohnung vorzunehmen, der Katze mehr Zeit zu schenken oder seine eigenen belastenden Lebensthemen anzugehen – dann kann ich nicht zaubern, sondern muss auch mal loslassen. Das fällt mir dann schon sehr schwer.


Sie schreiben auf Ihrer Website, dass sich die Tierkommunikation auch bei vermissten Tieren bewährt hat. Hatten Sie selbst schon so ein Erfolgserlebnis?

Ja, schon einige! Natürlich kann mir eine vermisste Katze nicht ihren genauen Aufenthaltsort nennen, im Sinne von: „Ich bin in der Müllerstrasse 4 in der Garage von Herrn Meier“. Aber durch Tierkommunikation kann ich mit der vermissten Katze Kontakt aufnehmen und erfahren, ob es ihr gutgeht oder ob sie verletzt ist. Ob sie im Freien ist oder in einem Gebäude. Ob sie eingesperrt ist oder selber raus könnte. Ob sie den Weg zurück weiß oder ob sie sich verlaufen hat. Und natürlich ob es einen speziellen Grund gibt, dass sie noch nicht zurückgekommen ist. Dann weiß der Besitzer, was los ist, kann die Suche genauer eingrenzen und auch der Katze eine Nachricht übermitteln. Wenn am Ende Katze und Halter wieder zusammen finden, ist das die schönste Belohnung meiner Arbeit!


Wie nehmen Sie Kontakt mit der vermissten Katze auf - konzentrieren Sie sich auf ein Foto des Tiers oder begeben Sie sich in eine Art Trance oder ...?

Beides. Für eine Tierkommunikation brauche ich den Namen der Katze sowie ein Foto, auf dem ich ihre Augen gut sehen kann. Wie es so schön heißt, sind die Augen der Spiegel zur Seele, von daher kann man über die Augen gut den Kontakt herstellen. Ich begebe mich dann in eine Art Meditationszustand, und ‘rufe‘ die Katze zu mir.
Als allererstes bekomme ich den Gefühlszustand der Katze – also z.B. Angst oder Unwohlsein oder auch Entspanntheit. Die Kommunikation findet auf dieser ‘geistigen‘ Ebene statt und ich kann Fragen stellen oder einfach spüren, wie es der Katze geht. Ich kann z.B. fragen, was sie gerade sieht – also Gebäude und Häuser (dann sitzt sie in einem Garten) oder Büsche und Bäume (dann ist sie in einem Park oder Wald).
Die Antworten bekomme ich teils in Bildern, in Worten oder in Gefühlen von der Katze übermittelt. Manchmal sehe ich auch ein Bild ihres Aufenthaltsorts vor meinem geistigen Auge, wie sie z.B. unter einem Gebüsch hervorlugt oder neben einer Hausmauer liegt. Das sind wertvolle Hinweise für den Katzenbesitzer, wo er suchen gehen soll und ist in jedem Falle eine große Erleichterung für alle Beteiligten. Auch für die Katze, die ja normalerweise zurückkommen will und durch die Kommunikation mit mir ‘gehört‘ werden kann.


Manche Katzenbesitzer fühlen sich als zweibeinige Dosenöffner für ihre Katze. Sie sehen aber viel mehr in der Beziehung zwischen Mensch und Katze, nicht wahr?

Absolut! Katzen kommen zu uns, um uns auf unserem Lebensweg zu unterstützen. Sie haben wichtige Aufgaben bei uns, was die meisten Menschen nicht wissen.
Bei Hunden ist es ganz klar, dass sie einen „Job“ haben – z.B. uns zu beschützen. Bei Katzen dagegen denkt man, sie sind einfach nur da und lassen sich bedienen. Dabei sind sie so viel mehr! Die Lebensaufgabe einer Katze kann z.B. sein, ihren Menschen Freude zu bereiten oder Liebe zu schenken oder seelische Unterstützung im stressigen Alltag zu geben. Wie schon geschildert ist es oft auch die Aufgabe der Katze, den Menschen zu spiegeln, damit er selber an seinen Themen arbeitet – also z.B. sich selbstbewusster zu zeigen oder seine Ängste zu überwinden. Ganz generell möchten uns Katzen mit ihrem eigenen typischen Katzenverhalten etwas Wichtiges lehren: Das Hier und Jetzt zu genießen, uns selbst und andere zu lieben und unsere eigene Lebensaufgabe zu finden, damit wir ein glückliches und erfülltes Leben führen.


Was würden Ihre Katzen über Sie sagen? : )

Wir sind sehr stolz auf dich, dass du Katzen eine Stimme gibst! 

 

Sylvie Sterling mit Kater Lennie
Fotografin: Susanna Cekic
Sylvie Sterling mit Kater Lennie

© Bianka Kaspar
2019

 

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