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Musik – die Seele des Films

ein Interview mit Carsten Rocker


Komponist (“Requiem für einen Engel” für Björn Casapietra, „Saremo Musica“ für Alessandro Safina u.a.), Filmmusik-Komponist („Wilsberg“, „Die Rosenheim-Cops“, „Küstenwache“, „Kripo Holstein“, „Mary Higgins Clark“-Krimireihe, Filme: „Prager Botschaft“, „Held der Gladiatoren“ u.v.m.) und Filmproduzent

Jahrgang 1969, in Wilhelmshaven geboren, Musik-Studium an der Universität Oldenburg, Studium Filmmusik, Komposition und Dirigieren an der California State University, Assistenz bei diversen Hollywood-Produktionen, seit 1999 in Köln tätig als freischaffender Komponist, Lehraufträge z.B. an der Hamburg Media School und der Universität Oldenburg.



Carsten Rocker
© Carsten Rocker
Carsten Rocker
In einer Rezension zu Ihrer Musik zum RTL-Film „Die Prager Botschaft“ schrieb ein Journalist, dass Ihre Arbeit „Erinnerungen an die modernen Klassiker Hollywoods“ weckt. Sehen Sie das als Kompliment? Wie sehr hat Sie Ihre Zeit in Hollywood geprägt?


Um ehrlich zu sein, bin ich vor vielen Jahren nach Kalifornien gegangen, weil ich schon immer ein großer Anhänger amerikanischer Filmmusik war und dort das ‘Epizentrum‘ eben dieser Musik ist. Und diese Erfahrung war natürlich großartig. Bis heute bin ich immer ein wenig wehmütig, dass ich nicht da geblieben bin und dort Musik mache. (Die deutsche Filmmusik hat zumindest damals nicht dafür gesorgt, dass ich in Deutschland bleiben wollte … .)
Insofern habe ich diesen Kommentar auch als großes Kompliment aufgefasst.


Wie ist für gewöhnlich der Ablauf, wenn Sie einen Auftrag für Filmmusik erhalten? Wie können Sie Ihre Kreativität an produktionsbedingte Vorgaben/Einschränkungen anpassen?

Es gibt verschiedene Szenarien, wie die Arbeit an einer Filmmusik beginnt. Normalerweise bekomme ich aber den Auftrag für eine Filmmusik und fange mit der Arbeit an, nachdem der Film abgedreht (und zumeist auch schon fertig geschnitten) ist. Dann gibt es Gespräche über die Richtung der Musik. Der wichtigste Ansprechpartner ist eigentlich der Regisseur. Der Produzent bringt aber meistens – mal mehr, mal weniger – auch seine Meinung mit ein. Und bei Auftragsproduktionen für den Sender hat auch die Meinung der Redaktion ein großes Gewicht. Sie ist es am Ende auch, die die Musik ‘abnimmt‘ und hat somit eigentlich immer das letzte Wort.
Es ist üblich, dass ich als Komponist eine Version des Filmes mit einer Layoutmusik (dem so genannten „Temp Track“) bekomme. Die wird meistens während des Schnitts auf den Film gelegt, um schon einmal ein Gefühl für den kompletten Film (also auch mit Musik) zu demonstrieren. Und auch, um dem Komponisten ggf. die Stilrichtung anzudeuten. Diese Musik besteht meistens aus älteren Filmmusiken und im besten Falle aus Stücken, die ich in der Vergangenheit geschrieben habe. Manchmal sind diese „Temp Tracks“ richtige Kunstwerke und es ist ganz schön schwer, etwas Besseres und Wirkungsvolleres zu komponieren, aber am Ende gelingt es meistens doch.  ;- )
Diese „Temp Tracks“ und auch andere, von den Beteiligten eingebrachte Vorstellungen zur Musik, können natürlich meine Kreativität sehr beeinflussen. Im besten Fall wird mein Fokus dadurch in eine für den Film sehr positive Richtung gelenkt. Im schlechtesten Fall beschränkt diese Musik mich und ich schreibe dann einen Musikscore, der nicht meiner initialen Intuition entspricht und den ich möglicherweise sogar als unpassend empfinde.
Aber es gab auch Fälle, wo ich mich eines Besseren habe belehren lassen und am Ende feststellen musste, dass diese ‘Fremdidee‘ eigentlich deutlich passender war, als ich anfänglich dachte!


In einem Video, das auf YouTube zu sehen ist, beschreiben Sie Ihre Arbeit im Studio und dass es im Prinzip jede einzelne Note jedes Instruments digitalisiert gibt, so dass Sie alleine eine komplette Komposition vertonen können, ohne einen Schritt vor die Türe zu setzen. Ist es dann aber trotzdem ein schönes Erlebnis für einen Film auch mal mit einem Orchester seine Kompositionen einzuspielen, auch wenn es einen viel größeren Aufwand darstellt?

Oh je, das Video ist schon sehr alt und ich habe aus jugendlicher Begeisterung ( ;-) ) von diesen tollen Samples erzählt, mit denen man sogar ein Orchester imitieren kann … .
Also, die Möglichkeiten, über eben diese gesampelten Töne von richtigen Instrumenten einen einigermaßen echt klingenden Sound(track) herzustellen, sind in den letzten Jahren noch deutlich besser geworden. Aber trotzdem macht man immer wieder die Erfahrung, dass eine reine Produktion aus dem Computer sehr steril klingt. Wenn man dann aber nur ein einziges Instrument – z.B. eine Gitarre – live einspielen lässt und zu dem „Computer-Playback“ hinzufügt, ‘lebt‘ das ganze Stück auf einmal.
In letzter Zeit lasse ich eigentlich immer ein oder zwei ‘echte‘ Instrumente zu den restlichen Spuren aus dem Computer einspielen, damit das Stück organischer wird und mehr Ausdruck bekommt. Dieses ist mit Samples einfach nicht zu bewerkstelligen.
Und wenn man dann seine Musik von einem Sinfonieorchester einspielen lässt, dann ist es überwältigend und man möchte die zuvor angefertigte Computer-Demoversion eigentlich nie wieder hören.


Der Arbeitsplatz von Carsten Rocker: <br>Das Tonstudio in dem verschiedenste Filmmusik entsteht.
© Carsten Rocker
Der Arbeitsplatz von Carsten Rocker:
Das Tonstudio in dem verschiedenste Filmmusik entsteht.


Wenn Sie für einen Spielfilm oder eine Serie die Musik komponieren, wie wichtig ist es für Sie, den Hauptdrehort vorab besucht zu haben, um ein Gefühl für diesen zu bekommen?
Wie informieren Sie sich, wenn Sie z.B. die Filmmusik für eine Geschichte schreiben, die in einer sehr viel früheren Zeit oder an einem sehr exotischen Ort spielt, was es damals für Instrumente gab bzw. was an diesem Ort ‘übliche‘ Instrumente sind, damit die Musik authentisch zur Zeit und/oder dem Ort klingt? Oder ist das gar nicht so wichtig?


Auch da ist die ehrliche Antwort, dass es in vielen Fällen nicht so wichtig ist, welche Instrumente in der erzählten Filmzeit gespielt wurden. Man schaue sich sämtliche Historienfilme aus Hollywood an – man hört dort als Filmmusik eigentlich meistens ein Sinfonieorchester, welches in der damaligen Zeit noch gar nicht existierte. Manchmal fügt man noch ein so genanntes ethnisches Instrument hinzu, um den Zuschauer/-hörer ein wenig in eine andere Zeit (oder, im Falle von Fantasyfilmen, in eine andere Welt) zu führen. Und selbst dann hört man z.B. in Bibelfilmen fernöstliche Instrumente, obwohl diese im Nahen Osten oder sogar Rom spielen.
Bei manchen Dokumentationen würde man auf die Authentizität mehr achten, aber hierbei kommt es dann auch auf den Anspruch der Filmemacher an.
Ich habe es persönlich leider nur selten erlebt, vor dem Schreiben einer Musik an einen Drehort eingeladen zu werden. Ich wünschte mir, dass dies häufiger passieren würde.


Carsten Rocker in jüngeren Jahren<br> in Laguna Beach Kalifornien.
© Carsten Rocker
Carsten Rocker in jüngeren Jahren
in Laguna Beach Kalifornien.
Patrick Rapold (Schauspieler, Pianist) sagte in einem Interview mit mir: “Jeder Satz, den man spricht, hat mit Melodie und Rhythmus zu tun. Jeder Dialekt, jede Sprache, jede Bewegung ist eine andere Musik.“ Und er habe noch nie einen guten Schauspieler getroffen, der nicht auch musikalisch wäre. Welche Rolle spielen für Sie die Darsteller in Bezug auf die Filmmusik, insbesondere, wenn Sie z.B. für die Protagonisten musikalische Motive entwickeln?


Sicherlich sind das Spiel und der Ausdruck der Schauspieler für meine Inspiration von größter Wichtigkeit. Wenn mich der Hauptdarsteller überzeugend und eindringlich in die Gefühlswelt seines Charakters ‘entführt‘, dann fällt mir das Erfinden der passenden musikalischen Themen meistens sehr leicht. Und wenn ich mit dem Spiel eines Schauspielers Probleme habe oder die Emotion nicht richtig einordnen kann, wird es deutlich schwerer mit dem Erfinden der richtigen Musik. Das passiert aber sehr selten.
Ob ein Schauspieler musikalisch ist oder nicht ist für mich allerdings schwer zu beurteilen.
Ich habe gerade die Musik für eine Dokumentation über den ehemaligen Manager des Fußballclubs Schalke 04, Rudi Assauer, fertig gestellt, die Anfang Mai eine große Welturaufführung vor vielen Zuschauern in der Schalker AOL-Arena erfährt. Hier waren es neben Filmaufnahmen des schwer erkrankten Assauers sogar animierte Sequenzen mit ihm, die mich sehr berührten und mir musikalische Ideen in den Kopf schießen ließen.


Würden Sie sagen, dass die Musik im Film die Aufgabe hat, die Emotionen zu erzeugen/zu transportieren, sozusagen als Gegenstück/ Ergänzung zum übermächtigen Visuellen? Also in Wirklichkeit nicht die Bilder ‘vertont‘, sondern auf einer emotionalen Ebene zugänglich macht?

Natürlich füge ich den Bildern mit der Musik eine neue emotionale Ebene hinzu: mein Gefühl zu dem, was ich beim Schauen empfinde, ausgedrückt in Musik.
Was sagte einst Steven Spielberg sinngemäß zum Beitrag seines ‘Haus- und Hofkomponisten‘ John Williams zu seinen Filmen (ich glaube während der Entstehungszeit von „E.T“): Wenn er (Spielberg) es schaffe, dass sich eine Träne im Auge des Zuschauers bildet, bringt John Williams diese Träne zum Fließen. Ich glaube, das erklärt vieles.
Und trotzdem gibt es natürlich auch Fälle, in denen die Musik etwas ausdrückt, was im Bild (noch) nicht zu sehen ist, z.B. in Krimis. Auch gibt es Musik, die gegensätzlich zum Bild spielt. Diese so genannte „kontrapunktische“ Herangehensweise spielt häufig bei experimentelleren Filmen eine Rolle. Bei größeren Hollywood-Produktionen der Vergangenheit konnte man so etwas unter anderem manchmal bei Kubrick finden.


Lernt man im Musik-/Kompositions-Studium auch, welche Instrumente, welche Stimmung erzeugen? In einer Beschreibung Ihrer Musik zu „Held der Gladiatoren“ war z.B. von Cello- und Gitarren-Soli die Rede, die für eine emotionale Tiefe sorgen.

Ich selbst habe so etwas nicht gelernt. Ich glaube auch nicht, dass es funktionieren würde.
Damals beim „Held der Gladiatoren“ habe ich diese Instrumente intuitiv für ein bestimmtes, eher trauriges Gefühl ausgesucht. Bei einem anderen Film hätte ich vielleicht eine Harfe und ein Englisch Horn gewählt. … Ich glaube, vieles hat mit der eigenen musikalischen Sozialisation zu tun, welches Instrument welche Emotion in einem auslöst. Ich persönlich mag sehr gerne Solo-Streichinstrumente, welche von einem kleinen Kammerensemble begleitet werden. Erst kürzlich habe ich für einen Kurzfilm mit Mario Adorf wieder ein (von Klavier und kleinem Streichorchester begleitetes) Solo-Violoncello spielen lassen – ich mag das Cello wirklich gerne … .


Noten von Carsten Rocker, <br>der selbst Klavier spielt und auch etwas Gesang studiert hat.
© Carsten Rocker
Noten von Carsten Rocker,
der selbst Klavier spielt und auch etwas Gesang studiert hat.


In einem anderen Interview sagten Sie, dass es Ihnen leichter fällt, für gefühlvollen Stoff  im Vergleich zu Action Musik zu komponieren. Damit bedienen Sie eher nicht das Klischee, dass Männer schwerer Zugang zu Gefühlen finden oder hat das gar nichts mit Ihnen als Person zu tun?

Ich bin schon eher ein nachdenklicher Mensch, der häufig sehr emotional reagiert. Und bei dem einen oder anderen Film werde ich auch regelrecht sentimental und kann durchaus mal eine Träne vergießen. Und eben genau diese Gefühle mag ich. Und ich mag es, hierfür Musik zu komponieren, die mich, aber auch andere Menschen berührt. Das ist mit Action-Musik eher nicht so einfach.
Trotzdem mag ich Action-Musik ebenfalls sehr gerne und manchmal schafft sie es tatsächlich, einen emotional zu überwältigen. Es bringt teilweise sogar großen Spaß, über eine lange Actionsequenz einen großen musikalischen Bogen zu spannen, der einen nicht nur allein wegen des schnellen Tempos außer Atem bringt. Bei der RTL-Serie „Medicopter 117“ und auch bei der ZDF „Küstenwache“ haben mir viele actionreiche Szenen eigentlich ähnlich viel Spaß gebracht wie einige der emotionalen Nummern, welche ich zuletzt z.B. für einige traurige Momente in „In aller Freundschaft“ (ARD) komponiert habe.


Warum sind Action-Szenen musikalisch aufwendiger?

Rein technisch gesehen sind sie es auf jeden Fall, da ich für eine komplexe Actionmusik häufig sehr viel mehr Musikspuren bzw. -instrumente als für eine gefühlvolle Musik brauche. Neben dem Orchester spielen bei diesen rhythmus-orientierten Stücken häufig auch Drums, andere Percussion- und diverse elektronische Instrumente eine große Rolle. Das heißt aber nicht, dass die Komposition einer Musik für eine Verfolgungsjagd zwangsweise immer deutlich länger dauert als z.B. die Vertonung einer Liebesszene. Es sind einfach meistens nur viel mehr Noten.  ;- )


„Wie mit einem Reiskorn alles begann …“ ist die Geschichte über die Gründung des ersten SOS-Kinderdorfs in Asien. Für die Verfilmung des Stoffes haben Sie die Musik geliefert, was in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Projekt gewesen sein dürfte. Wie hat sich diese Arbeit von Ihrer bisherigen unterschieden? Was hat es Ihnen ganz persönlich bedeutet, Teil dieses Projektes zu sein?

Es war ein sehr schönes Charity-Projekt der Produktionsfirma Kinescope Film. Natürlich ist es etwas Besonderes, wenn man weiß, dass es einer guten Sache dient. Darüber hinaus handelt es sich um einen wirklich liebevoll animierten Film, bei dem mir sofort ein musikalisches Hauptthema eingefallen ist. Natürlich kamen hier asiatische Holzblasinstrumente zur Verwendung. Und auch wieder ein Cello … .


Ihr Berufskollege Hans Zimmer meinte einmal in einem Interview, dass es manchmal schwierig sei, seine Musik, von der man vielleicht noch nicht 100 % der Ansicht ist, sie sei perfekt, loszulassen, weil das Zeitbudget aufgebraucht ist und der Film fertiggestellt werden muss. Kennen Sie dieses Gefühl auch?

Auf jeden Fall. Wenn man einen über eineinhalbstündigen Film hat, für den man vielleicht 65 Minuten Musik schreiben darf und dafür dann gut drei Wochen Zeit hat, dann kann man unter Umständen nicht jedes Stück in dem Maße ausarbeiten und zur Perfektion bringen, wie man es gerne hätte. Damit wir aber zumindest möglichst nahe ans Maximum gelangen, legen wir Filmkomponisten in den letzten Tagen vor der Deadline häufig zusätzliche Nachtschichten ein. Der Schlaf wird dann nach Abschluss des Projekts nachgeholt.


Carsten Rocker bei den Filmfestspielen in Cannes.
© Carsten Rocker
Carsten Rocker bei den Filmfestspielen in Cannes.


Abgesehen von Titel-Songs ist Filmmusik meist instrumental. Wie anders gestaltet sich die Arbeit, wenn Sie nicht alleine im Studio arbeiten, sondern in Kooperation mit einem Sänger, der auch selbst der Texter ist? Was ist für gewöhnlich zuerst vorhanden: Text oder Musik?

Tatsächlich ist beides möglich. So hat z.B. Björn Casapietra meine Melodie aus „Held der Gladiatoren“ gehört, welche ihn zu einem Text inspiriert hat. Den daraus entstandenen Song „Requiem für einen Engel“ hat er schließlich einer Stiftung für schwerkranke Kinder, „Stiftung Bärenherz“, gewidmet. Eine andere meiner Filmmelodien hat Alex Christensen unter dem Namen „Saremo Musica“ für einen seiner Sänger vertexten und mit großem Orchester produzieren lassen.
Anders lief es bei einigen Songs für Fernsehprojekte: Bei der „Küstenwache“ habe ich z.B. einen fertigen Songtext eines Drehbuchautoren bekommen und daraus einen Song komponiert, der dann in einer der Folgen zu hören war.
Im Studio arbeitet man mit dem Sänger oder der Sängerin meist noch am Feinschliff des Songs, da es für ihn bzw. für sie ja auch passen muss.


Hören Sie selbst auch Musik oder ist so viel davon in Ihnen, dass Sie ggf. gar keine Einflüsse von außen vertragen?

In den ‘komponierfreien‘ Zeiten höre ich sehr gerne Musik. Das kann sehr unterschiedliche Musik sein. Ich mag auch Soundtracks von Hollywood-Filmen. Diese höre ich zwar auch aus professionellem Interesse, aber viele sind wirklich sehr schön zu hören.
Als ich noch sehr jung war, mochte ich John Williams („Star Wars“, „E.T.“, „Schindler’s Liste“ etc.) sehr gerne, in letzter Zeit hat mich dann z.B. eher die Musik des kürzlich verstorbenen Jóhann Jóhannsson („Arrival“, „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ usw.) fasziniert.


Seit 2015 sind Sie auch als Filmproduzent tätig. Wie kam es dazu? Was ist hierbei Ihr Ziel, Ihr Anliegen?

Das war eigentlich immer schon ein kleiner Wunsch von mir und 2006 habe ich auch tatsächlich eine einjährige Ausbildung zum „Fiction-Producer“ absolviert, die ich mit IHK-Abschluss erfolgreich zu Ende geführt habe.
Dann hat es allerdings noch einige Jahre gedauert, bis ich von einem befreundeten Produzenten angesprochen wurde, ob ich nicht bei der Produktion des Kino-Spielfilms „Rockabilly Requiem“ mitwirken möchte. Zuvor war ich dauerhaft mit Filmkompositionen beschäftigt, aber diese Sache ließ sich gut mit der Arbeit vereinen.
Das gleiche gilt für den Kinofilm „Die Hände meiner Mutter“, an dessen Produktion ich ebenso
beteiligt war.
Momentan ist es aber eher zweitrangig. Primär widme ich mich meiner hauptsächlichen Leidenschaft, der Filmmusik.


Einer der großartigsten Filmmusik-Komponisten Ennio Morricone hat auch unter zwei Pseudonymen gearbeitet. Was würden Sie gerne einmal unerkannt ausprobieren? Gibt es einen musikalischen oder filmischen Wunschtraum, den Sie sich gerne irgendwann erfüllen möchten?

Ich habe so viele Wunschträume …
Nachdem ich vor über zwanzig Jahren einmal ein kleines, noch sehr unreifes Musical geschrieben habe, würde ich gerne noch einmal eines schreiben. Am liebsten ein großes Drama.
Auch gerne mal ein reines sinfonisches Werk, ohne Film.
Und ich habe verschiedene Ideen für Filmdramen, die ich gerne einmal ausarbeiten und mitproduzieren würde.
Als Filmkomponist würde mich ein großer Fantasyfilm, aber auch ein kleines anspruchsvolles Drama sehr reizen.


Ausspannen in heimatlichen Gefilden an der Nordsee.
© Carsten Rocker
Ausspannen in heimatlichen Gefilden an der Nordsee.


Wo findet man Sie, wenn Sie nicht komponieren oder produzieren? Was inspiriert Sie?

Man findet mich oft spazierend oder joggend um den Weiher des Waldes, in dessen Nähe wir wohnen. Oder ich schaue mir ein schönes Konzert an, was sehr inspirierend sein kann. Meine Kinobesuche sind etwas seltener geworden, seitdem ich Familie habe, aber es gibt ja auch schöne Kinderfilme.
Außerdem schaue ich auch noch sehr gerne Fußball. ;- )


© Bianka Kaspar
2018


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